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Hauptburgenname Bierbaum I
ID 2309
Objekt Ansitz|Turmhof|Dorfturm, stark umgebaut
Adresse 3661 Unterbierbaum 8 (ehem. 7)
KG Unterbierbaum
OG/MG/SG Artstetten-Pöbring
VB Melk
BMN34 rechts 667626
BMN34 hoch 344768
UTM 33N rechts 516592.62
UTM 33N hoch 5342549.3
Link auf NÖ-Atlas Lage auf Karte im NÖ-Atlas ...
Geschichte 1263 und 1269 wird in Melker Urk. „Rinold von Pirbaum" genannt. Der Ritter Konrad v. Bierbaum erscheint 1343. Der Hof ist später Bestandteil der Hft. Artstetten.
Text G.R.
Lage/Baubeschreibung Das Dorf Unterbierbaum liegt 1,6 km südöstl. von Artstetten beiderseits des Mühlbaches. Der Hof Unterbierbaum Nr. 8 (früher Nr. 7) liegt am nordöstl. Ortsrand auf einer schwach ausgebildeten Erhöhung am linken Ufer des Baches. Das Anwesen wird noch heute von den Anrainern als „Herrschaftshaus" bezeichnet, auch spricht das signifikante Äußere für sich. Der längsrechteckige Bau besteht aus dem 2-gesch. Wohnhaus im W und angebauten Wirtschaftstrakten im O. Nach der Beschreibung bei Pongratz/Seebach erfuhr der Bau zahlreiche Veränderungen, so u. a. nach den Bränden von 1852 und 1913. Die S-Front zeigt durch die tlw. Unregelmäßigkeit der Baulinie die nicht völlige Homogenität des Baues sowie ein großflächig unverputztes Bruchsteinmauerwerk, das weit gespannt in das 15. Jh. datiert werden kann. Das Wohnhaus ist mit Stichkappengewölben ausgestattet, die verm. aus dem 16./17. Jh. stammen. Im W rekonstruierte Seebach einen zugangssichernden, turmartigen Bauteil, im N und O waren noch Reste ehem. Grabenanlagen festzustellen, der gegen S angelegte Wirtschaftsteil ist nicht mehr erhalten. Südl. des Hofes weist eine nahe der Straße gelegene, versumpfte und mit Schilf bewachsene Senke auf einen ehem. Teich hin, wodurch der von Seebach rekonstruierte Wassergraben, gespeist durch den vorbeifließenden Mühlbach, glaubhaft wird. In jüngerer Zeit fanden stärkere, durchaus gelungene Restaurierungen des Anwesens statt, die eine Veränderung des Erscheinungsbildes bewirkten.
Text G.R.
Erhaltungszustand/Begehbarkeit Restaurierter, privat bewohnter Bau. Nicht öffentlich zugänglich.
Literatur
  • Gerhard Reichhalter, Karin und Thomas Kühtreiber, Burgen Waldviertel Wachau. St. Pölten 2001, 66 f.
  • Falko Daim, Karin und Thomas Kühtreiber (Hg.), Burgen Waldviertel - Wachau - Mährisches Thayatal. Wien 2009, 75
  • Gerhard Floßmann, Der Bezirk Melk – Herzstück Niederösterreichs. Band II einer Bezirkskunde. Melk 1994, 293
  • Walter Pongratz, Gerhard Seebach, Burgen und Schlösser Ysper – Pöggstall – Weiten. Niederösterreichs Burgen und Schlösser III/2 (Birken-Reihe), Wien 1972, 121