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Hauptburgenname Ludweis
ID 1823
Objekt nicht lokalisierter Sitz
KG Ludweis
OG/MG/SG Ludweis-Aigen
VB Waidhofen an der Thaya
BMN34 rechts 0
BMN34 hoch 0
UTM 33N rechts 536056
UTM 33N hoch 5401985
Link auf NÖ-Atlas Lage auf Karte im NÖ-Atlas ...
Geschichte Das Stift Geras erhält um 1153/55 von Gf. Ulrich II. v. Pernegg u. a. Zehentrechte der Kapelle in „Ludwigs“ geschenkt, die sich innerhalb der Feste befindet, was 1242 im 2. Geraser Stiftbrief von Hzg. Friedrich II. nochmals vermerkt wird. Erst im Jahre 1300 ist Hadewich v. Schaunberg als Besitzerin der Feste und des Gutes Ludweis bekannt, 1346 Weichart v. Winkel, der es mit Kollmitz verbindet. 1353 lässt er die Kapelle außerhalb der Feste auf seinem Grund neu errichten. 1363 erhält Ludweis von Hzg. Rudolf IV. einen Wochenmarkt verliehen. Die Söhne Weicharts v. Winkel, Friedrich, Ortlieb, Weichart, Heinrich und Eberhart v. Winkel, verkaufen Ludweis im Jahre 1362 zusammen mit Kollmitz an die Brüder Ratolt, Simon und Friedrich Chratzer, von denen sie 1371 an Johann v. Tyrna kommt, dem Ludwig v. Tyrna nachfolgt. Mit Kollmitz gelangt auch Ludweis an die Fam. Hofkirchen, so wird 1455 Hans Hofkirchen mit dem Markt Ludweis von Kg. Ladislaus Postumus belehnt. 1479 ist Lorenz Hofkircher Besitzer von Ludweis; 1481/82 wird die Gegend von Söldnertruppen verwüstet. Im Jahre 1494 ist Lorenz’ Witwe Elisabeth auf Ludweis feststellbar. Wolfgang Hofkircher vereinigt endgültig die Güter Ludweis und Drösiedl, sodass die Feste Ludweis aufgegeben wurde.
Text M.J.
Lage/Baubeschreibung Auf der Admin.Karte NÖ/Blatt 14 ist 1870 eine „St. Egydi"-Kapelle am östl. Ortsrand von Ludweis eingetragen, was aufgrund des Patroziniums ein Indiz für den Standort der ehem. Burgkapelle und somit auch der Burg sein könnte.
Text T.K.
Erhaltungszustand/Begehbarkeit abgekommen
Literatur
  • Georg Binder, Die Niederösterreichischen Burgen und Schlösser (2 Bde.). Wien–Leipzig 1925 II, 96
  • Gerhard Reichhalter, Karin und Thomas Kühtreiber, Burgen Waldviertel Wachau. St. Pölten 2001, 233
  • Falko Daim, Karin und Thomas Kühtreiber (Hg.), Burgen Waldviertel - Wachau - Mährisches Thayatal. Wien 2009, 316 f.
  • Dehio Niederösterreich, nördlich der Donau (hg. v. Bundesdenkmalamt). Wien 1990, 687
  • Franz Eppel, Das Waldviertel. Österreichische Kunstmonographie I. Salzburg (7. Auflage) 1978, 157
  • Honorius Burger, Urkunden des Benedictiner-Stiftes Altenburg. Fontes Rerum Austriacarum II/21, Wien 1865, 205, 231, 243 f., 259, 329
  • Herbert Loskott, Kleine Chronik der Orte Ludweis, Drösiedl und Radessen. Aigen 1972, 9–25
  • Topographie von Niederösterreich (hg. v. Verein für Landeskunde von Niederösterreich). Wien 1877 ff. V, 1056 f.
  • Urkundenbuch des Landes ob der Enns, 11 Bde. (hg. vom Verwaltungsrat des Museums Francisco-Carolinum). Linz 1852 ff. IV, 350
  • Johannes Waldherr, Verschwundene Burgen und Herrenhäuser sowie vergessene Kulturbringer des Waldviertels. Ungedrucktes Manuskript. o. O., o. J., 142